8/26/2004

We blew it!

Generically, The Brown Bunny is a low-budget road movie in which, after losing a meet in New Hampshire, itinerant motorcycle racer Bud Clay (Gallo) drives back to Los Angeles, plaintive folk-rock on the soundtrack and his windshield increasingly bug-spattered. As Gallo's superbly eccentric first feature, Buffalo '66, rewrote and deflated Taxi Driver's portrait of loner alienation, so his second punctures the self-aggrandizing narcissism and self-conscious social psychodrama of Easy Rider right down to the lyrical light-struck footage and perverse literalization of the Peter Fonda character's petulant punchline: "We blew it!"

Jonathan Haberman in der Village Voice über Vincent Gallos Brown Bunny (unsere Kritik).

seesslen wams

Georg Seesslen zeigt keine Berührungsängste. Letzten Sonntag in der Springerpresse (Welt am Sonntag) ein Text über Siegfried Kracauer, ein bisschen im Kinderton geschrieben, den "unser Georg" manchmal leider auch beherrscht. Aber natürlich lesenswert.

"Von Caligari zu Hitler" handelt von Filmen, die den Tyrannen schon träumen, bevor er in der Wirklichkeit seine Gestalt gefunden hat. Seitdem behandeln wir Filme nicht mehr nur als "Abbilder", sondern auch als "Symptome". Da hat er uns ein neues Spielfeld hinterlassen, der "Dr. Kracauer".

[via filmz]

8/25/2004

doyle shots

Im weiter unten verlinkten - Dank dafür! - Blog zum Thema Asiatischer Film diesen Link zu einem Interview der Village Voice mit Christopher Doyle (Kameramann Wong Kar-wei und Zhang Yimous "Hero" und und und) und Pen-ek Ratanaruang gefunden. Ganz auf der Höhe ist Doyle da nicht, aber das macht die Sache eher lustiger:

Do you watch movies that you've shot?

Doyle: I think what happens to someone like me . . . [A pickup truck festooned with American flags drives by outside.] There goes America! "Goodbye, America! Have a nice day!" Quote from The Mosquito Coast. . . . Anyway, it goes back to that incredible, intense rush—the first image, first day of shooting. Then I fall asleep.

Charley Chase

In Paris wird gerade der Stummfilmkomiker Charley Chase wiederentdeckt. In Le Monde ein Porträt, in Libération dagegen, aus demselben Anlass, ein Porträt des unterschätzten katholischen Regisseurs Leo McCarey, der vor allem für seine Filme mit Laurel & Hardy heute noch bekannt ist. Er wird aber sehr gelobt in dem Artikel, der sehr neugierig macht auf andere Sachen von ihm:

Passionné de McCarey, Jacques Lourcelles souligne le goût du cinéaste pour «le franchissement des limites, qu'il s'agisse de celles du bon goût, de la décence, de la logique, ou plus généralement de l'attente du spectateur dans chacune des intrigues qui lui sont proposées. Partout, le but de McCarey est de dépasser (non pas de combler) cette attente grâce à une profusion inventive sidérante» (1). Dès ces comédies avec Chase, le réalisateur promène un regard cruel sur la bourgeoisie californienne qui a perdu tous repères moraux. Regard d'un catholique conservateur et républicain qu'il conservera jusqu'à la fin de sa vie.

8/24/2004

Truffaut - Hitchcock

Mal nichts zum Lesen, sondern zum Hören. Radio France sendet derzeit täglich ein Interview jener Reihe, die später dann Truffauts Hitchcock-Buch ergab. Hier das Online-Archiv zur Reihe, wo die Interviews als Real Audio Files streambar sind.

Webloghinweis

Tom Vick's Asian Cinema Blog

Sicher noch ausbaufähig. Wird aber im Auge behalten.

OutlookIndia: Satyajit Ray Special

Zum 50. Anniversaire von Satyajit Rays erstem Film Pather Panchali überhäuft uns OutlookIndia geradewegs mit einer Fülle an Artikeln zu Leben und Werk des indischen Regiemeisters.



Ganz ehrlich: Mir ist das zuviel Mühe, das alles zu verlinken und zu kommentieren. Deshalb verweise ich gerne auf GreenCine Daily, wo sich alle Artikel komfortabel aufgelistet finden. Von dort stammt diese Information letzten Endes auch.

Milk Plus on Brown Bunny

Whether or not Gallo's portrait of male isolation and passivity is hopeful in the end is not what is important; what remains is aesthetically potent, thematically simple, and emotionally charged use of cinema to envision an attractive man's crushing inability to share intimacy with women.

Das ohnehin stets interessante und lesenswerte Milk Plus Weblog in dieser Besprechung zu Vincent Gallos Brown Bunny (Jump Cut).

Langsam wird's Zeit ...

Gallo Adoration

I like to entertain, even though it is me, myself and I who I am entertaining.

Großartiges Interview mit dem großartigen Herrn Gallo im Magazin der New York Times.

kein tipp

Ewiges Rätsel des Rezensionswesens: Warum Leute randürfen, denen nichts als die eigene Dummheit zur Beurteilung zur Verfügung steht. Peter Conrad im Observer über einen Godard-Band (der vielleicht wirklich voller Theoriegefasel ist; aber für Herrn Conrad ist so offenkundig jede Theorie Gefasel und alles, was ihm Spaß zu machen keine Lust hat - späterer Godard -, der näheren Betrachtung nicht wert: da bleibt einem nichts als Fassungslosigkeit.)