3/16/2005

Top 100 Chinese Films

To celebrate one hundred years of Chinese cinema, Hong Kong Film Awards just release a list of The Best 100 Chinese Motion Pictures. 1948's black and white classic Springtime in a Small Town by director Fei Mu is rank No. 1 on the list. Among 103 films on the list, there are 11 films from China (pre-1949), 13 films from the mainland China (post-1949), 61 films from Hong Kong (no surprise, since the list was prepare by Hong Kong filmmakers), 16 film from Taiwan (post-1949), 1 Hong Kong and the mainland China co-production and 1 Taiwan and Hong Kong co-production.

Die Liste ist hier. [via]

In eigener Sache: Neue Ausgaben von Splatting Image und CineAsia

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Die beiden Filmmagazine Splatting Image und CineAsia liegen nun in der 61., respektive 7. Ausgabe vor.

In der Splatting Image stehen neben den (diesmal sehr zahlreichen - Stichworte: Rotterdam und Berlin) Filmkritiken in den üblichen Sektionen vor allem zwei längere Texte im Mittelpunkt: Christian Keßler setzt seinen Streifzug durch die Untiefen der bundesrepublikanischen Filmgeschichte des Sleaze fort und hebt dabei manch ungeschliffenen Edelstein der ansonsten für gewöhnlich übergangenen Art. Markus Stiglegger, Filmwissenschaftler an der Mainzer Universität und Herausgeber des Ikonen-Magazins, hat sich in essayistischer Weise mit dem Horror-Subgenre des Backwood-Slashers (u.a. Deliverance, Texas Chain Saw Massacre, etc.) beschäftigt.

Den Inhalt von CineAsia umschreibt Herausgeber Stefan Borsos in eigenen Worten:

Inhaltlich gibt's diesmal Interviews mit Gordon Liu/Lau Ga-fai (THE 36TH CHAMBER OF SHAOLIN), Ruby Wong (WHERE A GOOD MAN GOES) und Allan Fung (Chef von Panorama Entertainment), ein ausführliches Porträt des südkoreanischen Regisseurs Park Chong-won (PARADISE VILLA), einen Bericht zum HKIFF 2004, einen Artikel zum Gebrauch von Strategemen in Hongkong-Filmen der 60er/70er Jahre sowie (größere & kleinere) Reviews u.a. zu A GOOD LAWYER'S WIFE, KOMA, CHOW YUN-FAT BOY MEETS BROWNIE GIRL, WARRIORS OF HEAVEN AND EARTH & HOUSE OF FLYING DAGGERS, ONE NITE IN MONGKOK, SAVE THE GREEN PLANET!, THE TREE, ASTONISHING, S/M, TAMALA 2010, SWORD IN THE MOON, THE TESSERACT, HYPNOTIZED oder auch WHO IS RUNNING?. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Auftakt unserer neuen Serie "Shaw-Scope" anlässlich der aktuellen DVD/VCD-Veröffentlichungen von Filmen des Hongkonger Shaw Brothers-Studios, die in den kommenden Heften regelmäßig fortgeführt wird.

Und in beiden Heften, dies ganz zum Schluss, gibt es auch Kritiken von mir selbst.

Hoberman über "Melinda and Melinda" und "Steamboy"

Zwei Hoberman-Besprechungen in der aktuellen Village Voice sind von Interesse: Zum einen hat er Woody Allens neuen Film Melinda and Melinda gesehen. Die Vorfreude, die sich nach den euphorischen, respektive sehr wohlwollenden Besprechungen auf aintitcool.com und in ScreenDaily (online nicht mehr einsehbar) einstellte, wird hier ein wenig gedämpft: "Neither comedy nor tragedy, the movie is closest to genteel soap opera." In diesem Zusammenhang verweise ich dann noch auf A.O. Scotts ausführlicheren Text zu Woody Allen in der New York Times, der ausdrücklich keine Besprechung von Melinda and Melinda darstellt, sondern sich eher mit dem generellen Misstrauen beschäftigt, das Allen in der späten Phase seines Schaffens gemeinhin entgegengebracht wird. Der deutsche Kinostart des neuen Allenfilms wurde derweil von Februar auf Ende April verschoben. Dies mag besorglich stimmen, zumal der diesmal verantwortliche Verleih, die 20th Century Fox, wohl kaum das Engagement um das Werk Allens mitbringt, mit dem der Kleinverleih Alamode zuletzt Anything Else nach einer langen Wartezeit zumindest auf schmaler Basis noch in die hiesigen Kinos wuchtete. Immerhin: Trailer zum Film wurden bereits vereinzelt im Kino gesichtet.

Image Hosted by ImageShack.usDie zweite Besprechung beschäftigt sich ausführlich mit Katsuhiro Otomos neuestem Anime Steamboy. Otomo, der für den Manga und Anime Akira verantwortlich zeichnete, hat mit dem international herbeigesehntem Steamboy den bislang teuersten Anime der japanischen Filmgeschichte vorgelegt. Seine Geschichte ist rund um die Weltaustellung im 19. Jahrhundert in Großbritannien angelegt, ist aber dennoch (oder vielleicht: gerade deswegen) "mainly [...] about technology", wie es zum Werk Otomos gehört. Und auch das Megalomane findet sich wieder, wenn, wie versprochen wird, London in grandiosen Bildern zerstört wird. Die Melancholie und der visuelle Elan des kürzlich erschienenen Ghost in the Shell 2 wird, laut Hoberman, zwar nicht erreicht, doch, however, it's a sensationally designed piece of work. (The retro stylistics are comparable to Brazil, David Lynch's Dune, and The Iron Giant.) Steamboy glosses the most resilient scenario in Japanese pop culture. The movie may be set in the world of David Copperfield and Little Nell, but it conjures a spectacle of urban destruction worthy of Godzilla.

Steamboy wird demnächst im Rahmen der "Nacht der tausend Schreie", die Aufwärmveranstaltung zum eigentlichen Fantasy Filmfest im Sommer, in mehreren deutschen Städten zu sehen sein. Termine finden sich auf der Website des Festivals.

3/15/2005

Film Comment über Amitabh Bachchan

In der neuen Ausgabe von Film Comment findet sich ein ausführliches Portrait des Bollywood-Altsuperstars Amitabh Bachchan. David Chute zeichnet darin die recht dynamisch verlaufende Karriere des wohl bekanntesten Gesichts Bollywoods nach.

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3/14/2005

Tokyo FILMeX 2004 / Tomu Uchida on Midnight Eye

The Mad Fox aus dem Jahre 1962 war sicher eine der großen Entdeckungen der diesjährigen Berlinale (meine Eindrücke hier) und lässt auf einen großen Schatz schließen, den die Filmografie Tomu Uchidas noch in sich birgt. Nach der Retrospektive in Tokyo (siehe auch Ulrich Gregors Text in epd 02/2005) und Rotterdam (der Festivaltext dazu hier) bleibt zu hoffen, dass Tomu Uchida auch in Deutschland (Berlin?) in absehbarer Zeit an dafür geeigneter Stelle (Arsenal?) gewürdigt wird. Bis dahin begnügen wir uns mit dieser Flaschenpost von Midnight Eye, dem Online-Expertenmagazin zum japanischen Film, in der mancher Film des Regisseurs näher vorgestellt wird. Und The Outsiders erhält sogar genügend Raum für einen eigenständigen, ausführlicheren Text.

Eine Übersicht über die in Rotterdam gezeigten Filme gibt es hier auf der Website des Festivals.


3/13/2005

Fluxus Films on UBUWEB

Das Kunst- und Kulturonlinearchiv UBUWEB war schon für manche Entdeckung gut. Ganz besonders erfreulich ist das neueste Update: Eine Zusammenstellung/Sammlung von Kurzfilmen aus dem Fluxus-Zusammenhang, eine avantgardistische Filmbewegung in Tradition der Futuristen und von Dada, die sich im New York der 1960er Jahre bildete.

UBUWEB dazu in eigenen Worten:

Films by Nam June Paik, Dick Higgins, George Maciunas, Chieko Shiomi, John Cavanaugh, James Riddle, Yoko Ono, George Brecht, Robert Watts, Pieter Vanderbiek, Joe Jones, Eric Anderson, Jeff Perkins, Wolf Vostell, Albert Fine, George Landow, Paul Sharits, John Cale, Peter Kennedy, Mike Parr, Ben Vautier. (16 mm, b&w/color, 120 minutes, 1962 - 1970)

Starting in the early sixties, Fluxus followed in the footsteps of the Futurist and Dada avant-gardes, going against the established grain of Fine Art and Official Art and promoting imposture as an aesthetic dimension.

Fluxus interdisciplinary aesthetic brings together influences as diverse as Zen, science, and daily life and puts them to poetic use. Initially received as little more than an international network of pranksters, the playful artists of Fluxus were, and remain, a network of radical visionaries who sought to reconcile art with life.

Dating from the sixties and compiled by George Maciunas (1931-1978, founder of Fluxus), this is a document consisting of 37 short films ranging from 10 seconds to 10 minutes in length. These films (some of which were meant to be screened as continuous loops) were shown as part of the events and happenings of the New York avant-garde. Made by the artists listed above, they celebrate the ephemeral humor of the Fluxus movement.


Hier.