Dani Levy: Väter

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Regie: Dani Levy
Buch: Runa Munro, Dani Levy
Produktion: X-Filme
Länge: 95 min.
Verleih: X-Verleih
 

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Väter
Regie: Dani Levy

Kritik von Thomas Reuthebuch

 

Marco (Sebastian Blomberg) und Melanie (Maria Schrader) führen eine junge Ehe mit Leidenschaft und Chaos, Alltagsfrust und großer Liebe. Doch zwischen Karrieredruck und verbranntem Frühstückstoast, zwischen Selbstverwirklichung und dreckigen Hemden bleibt die Zärtlichkeit immer mehr auf der Strecke, und dabei nie genug Zeit für ihren 6-jährigen Sohn Benny.

Wie bekommt man Job und Kinder unter einen Hut? Wie bewahrt man sich die Liebe im Alltag? Das sind die Fragen, die sich, zumindest laut Produktionsmitteilung, die Filmemacher stellen. Sie werden nicht beantwortet. Das liegt gar nicht mal so sehr daran, dass keine Standpunkte vorhanden wären, als an der Tatsache, dass Dani Levy viel mehr Interesse an der Figur seines Protagonisten Marco hat, als an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema. Zum Glück! "Väter" ist Dani Levys bislang bester und reifster Film. Ein Film, dem es von der ersten Minute an gelingt, sein Publikum zu packen und für die allzu menschlichen Probleme seiner Figuren zu interessieren. Marco ist zwar Vater, aber noch mehr ist er, trotz seines beruflichen Erfolgs, ein Kind geblieben. Verantwortungslos und egozentrisch bewegt er sich durch sein Leben und wundert sich, wenn ihm dasselbige wegbricht. Was die Konstellation so interessant macht, ist Marcos fehlende Einsicht aufgrund fehlender Erfahrung, und, wie im Laufe des Films suggeriert wird, aufgrund des vorhandenen Rollenmodels, seines eigenenVaters. Als Melanie Marco schließlich verläßt - sie handelt im übrigen den gesamten Film über, ganz im Gegensatz zum Vater, stringent rational, bis zur letzten Konsequenz - wiederholt sich ein Muster. Auch Marcos Vater wurde von seiner Frau verlassen. Marco war damals immerhin schon 15 Jahre alt, doch der Stachel sitzt tief. Wie sich am Ende herausstellt, leitet sie ein Restaurant in Südfrankreich. Bevor sich Marco dieser Tatsache stellen kann, muss er sich jedoch erst noch so richtig in die Scheiße reinreiten. Nachdem ihm nach etlichen Verfehlungen das Besuchsrecht an seinem Sohn aberkannt wird, kidnappt er ihn kurzerhand. Ein paar Tage später läuft die Scheidung, seine Firma läßt ihn über die Klinge springen und zu guter Letzt taucht Melanie gerade dann auf, als ihm seine Arbeitskollegin Ilona (Christiane Paul) Avancen macht.

Ein wunderbarer Film, der emotional zur Anteilnahme herausfordert und mit brillianten Schauspielerleistungen aufwartet. Vor allen Dingen überzeugt Maria Schrader. Sie verkörpert Melanie derart authentisch, dass, wie ich glaube, viele Frauen sich mit ihren Problemen, Ängsten und Sorgen in dieser Figur wiederfinden werden. Der Film wird sicher bald in die Kinos kommen. Es lohnt sich.

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