Schwerpunkt Hongkong: John Woo: Princess Changping (Hongkong 1975)

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John Woo: Princess Changping (Hongkong 1975)

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John Woo: Princess Changping (Hongkong 1975)
Kritik von Ekkehard Knörer

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Verfilmte Kanton-Oper, vorwiegend in Innenräumen. Kodifizierte Ausdrücke, Bewegungen, Gesten. Artifizielle Vortragsweise, Gesang. Wunderbar abgestimmte Farben, gegen die Statik setzt Regisseur John Woo kluge Bewegungsregie, vergleichsweise raschen Schnitt, eine Kamera, die die Gefühlsregungen der Darsteller unterstreicht, durch Zooms, durch gelegentliche Fahrten, ein-, zweimal Halbkreise um die in präziser Stilisierung höchst bewegten Figuren.

Der Plot, soweit er in einer nicht englisch untertitelten Fassung nachzuvollziehen ist. Die Liebe zwischen Prinzessin Chang Ping und dem Gelehrten Chou Shih-hsien (auch von einer Frau dargestellt) fällt in eine Zeit des Aufstands. Der Kaiser wird besiegt, die Liebenden werden getrennt, Chang Ping flieht ins Kloster. Dort wird sie der Gelehrte wieder entdecken, sich gegen die einstigen Berater den Zugang durch Wort und Gesang erkämpfen. (Eine wunderbare Szene im Schnee, im Garten vor dem Kloster. Der Übergang vom Schnee der fällt, in der rechten Bildhälfte, zum Raum unter dem Vordach, in dem es nicht schneit, gehört zu den Finessen der Regie und der Rauminszenierung.) Die Liebenden finden einander wieder, er fleht sie an, sich zu stellen, unter der Bedingung, dass ihre Eltern ehrenvoll bestattet werden. Das Liebespaar sucht dann den Liebestod durch Todestrank. Eine bewegende Schlusssequenz in rot, der Abgang der Dienerschaft, der Rückzug der beiden in ihren letzten Momenten, die Kamera nimmt zweimal - Diskretion signalisierend - Abstand und zeigt dann wieder die betörende Schönheit der Kostüme, der Gesten, der Rauminszenierung.

Die Ästhetik ist einerseits viel strenger als in der auf den ersten Blick vergleichbaren Shaw-Brothers-Volksoper "The Kingdom and the Beauty" ("Princess Chang Ping" entstand für Golden Phoenix, nicht die Shaw-Brothers, in deren Studios John Woo seine Karriere begonnen hatte), andererseits wagt John Woo doch einige Ausbrüche aus dem Studiokulissensetting des Opernfilms. Im ersten Drittel dringen in den begrenzten Raum des Studios/der traditionellen Oper/der musikalischen Aushandlungen immer wieder nicht nur der Lärm, sondern auch Filmaufnahmen von der Schlacht. Nicht detailliert, aber im absichtlichen Widerspiel zur streng eingerichteten Raumharmonie der Opernwelt: dunkel, Feuer, Explosionen. Der "Actionfilm" gelangt dann, für einen Moment, in die Innenräume, allerdings zur Schönheit der Symmetrie und Farbkompositionen entschärft und stilisiert: kleine Feuerchen, Leichen im Raum, eines der schönsten Tableaus des ganzen Films.

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