Brad Anderson: The Machinist (Spanien 2004)

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Brad Anderson: The Machinist (Spanien 2004)
Von Christoph Nuehlen

 

Radikale physische Veränderung ist ein bewährtes Mittel, will man als Schauspieler in die Filmgeschichte eingehen. Man denke an Robert De Niro in "Raging Bull" oder Charlize Theron in "Monster". Doch der körperliche Einsatz, mit dem Christian Bale seine neue Rolle spielt ist beängstigend. In wenigen Wochen hungerte er sich über sechzig Pfund vom Leib. So bis zum Skelett abgemagert sieht er aus wie ein Magersüchtiger kurz vor dem Exitus. Im Film ist er der Maschinist Trevor Reznik, der seit einem Jahr nicht mehr geschlafen hat. Seine einzigen Bezugspersonen sind die Prostituierte Stevie (JENNIFER JASON LEIGH) und die Kellnerin Marie (AITANA SÁNCHEZ-GIJÓN). Zu seinen Arbeitskollegen hat Trevor ein angespanntes Verhältniss. Sie verfolgen seinen voranschreitenden körperlichen und geistigen Verfall mit Argwohn. Die Situation eskaliert als Trevor schließlich einen Arbeitsunfall verschuldet, bei dem ein Mann einen Arm verliert. Seine Schuldgefühle weichen bald einem wachsenden Misstrauen und gipfeln in einer ausgewachsenen Paranoia, als er in seiner Wohnung kryptische Notizen findet und von einem mysteriösen neuen Arbeitskollegen verfolgt wird, der angeblich gar nicht existiert. Sind all die Vorkommnisse Teil einer großen Verschwörung, die Trevor in den Wahnsinn treiben soll? Oder ist es nur seine Müdigkeit, die ihm langsam aber sicher den Verstand raubt?

Brad Andersons "The Machinist" zeichnet die Horrorwelt eines Mannes, der von einer verdrängten Schuld sprichwörtlich zerfressen wird. Es handelt sich um ein atmosphärisch dichtes Psychogramm, das seine dramatische Spannung aus alltäglichen Situationen bezieht. Das Puzzle ist zwar nicht so originell wie seine Vorläufer "Memento", "Fight Club" oder "The Sixth Sense", steht diesen in puncto Suspense jedoch in nichts nach. Die Bilder oszillieren zwischen gebleichtem Blaustich, Sephia- und Brauntönen. Einige wirken fast wie schwarz-weiss Aufnahmen. Die Inszenierung ist straff und präzise; keine überflüssige Szene bremst das Tempo. Thematisch umkreist Anderson moralische und ethische Fragen, wie die nach Schuld und Sühne, aber auch nach Erinnerung und Identität. Insbesondere letzteres ist ein zentrales Thema in Filmen von Alfred Hitchcock, dessen Vorbild für den Regisseur offenbar stilprägend war. Dies ist bis in den Soundtrack hinein spürbar, dessen anachronistischer Stil an das Werk Bernard Hermanns erinnert. Sowohl die solide Inszenierung als auch die beeindruckende Leistung des Hauptdarstellers laden diesen zunächst schlicht erscheinenden Film mit einer ungeheuren psychischen und physischen Spannung auf.

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