Michael Gutmann: Herz im Kopf (D 2002)

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Michael Gutmann: Herz im Kopf (D 2002)

D 2002

Regie: Michael Gutmann

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Michael Gutmann: Herz im Kopf (D 2002)
Kritik von Ekkehard Knörer

 

Jakob ist unterwegs, der Vorspann, wir erfahren: zurück nach Frankfurt, genauer, und das ist nicht unwichtig, in einen Vorort. Von dort war er davon, nach Berlin zum Vater, nach dem Tod der Mutter, mehr an Hintergrund gibt es nicht. Jetzt besucht er die Schwester, die schwanger ist, einen Sohn hat und einen Freund, mit dem sie in heftigen Streit gerät, sobald er auftaucht. Was Jakob hier will, weiß er nicht, in die USA, sagt er, aber erst mal holt er den Sohn seiner Schwester bei den Pfadfindern ab, zu denen er auch einst gehörte. Er trifft dort Helmut wieder, ein Stück Vergangenheit, sie können sich nicht ausstehen. Aber im Pfadfinder-Singekreis steht ihm Wanda direkt gegenüber, das Au-Pair aus Polen, er kippt um, das kommt vom Hunger, bei Wandas Gastfamilie bekommt er Spaghetti, die Frau, verbiestert, wenn nicht bösartig, war seine Lehrerin, die Schule hat er geschmissen, mit seiner Flucht. In diesen gar nicht groben Zügen skizziert der Film die Situation, die Figuren, zwischen denen Jakob sich bewegen wird, ohne je recht zu wissen, was er will.

Jakob wird nicht erklärt, das ist die entschiedene Stärke des Films. Er scheint auch sich selbst unerklärlich, hat keine Lust und ist nicht in der Lage, irgendwo ganz hineinzupassen, ist ein wenig ein Verwandter von Paul in Ulrich Köhlers konsequenterem Film "Bungalow": auch einer, der nicht weiß wohin. Auf Jakob aber wartet eine Erlösung, die Liebesgeschichte mit Wanda biegt das ganze hinein in die Formen des Genres, aus denen "Herz im Kopf" letztlich nicht hinauswill. Das machen Michael Gutmann und Drehbuch-Koautor Hans-Christian Schmid nicht schlecht, mit ein bisschen viel suggestivem Musikeinsatz vielleicht. Ein wenig zu schnell auch wird immer wieder komödiantisch oder sentimental abgerundet, was zu schroff aus dem Plot herausragt, die Verweigerung, der Trotz werden am Ende dann doch immer eingefangen ins Porträt dieser dennoch, wie gesagt, nie mit psychologischen Explikationen belasteten Figur, mit der ihre Erfinder im Grunde Gutes im Sinn haben.

Das soll nur heißen: Der Rahmen bleibt eng gesteckt, inhaltlich wie auch ästhetisch (man möchte sagen: Schmid war da auf seine unaufdringliche Art schon sehr viel weiter, mit "23", aber auch mit "Crazy"), innerhalb dieser sehr bewusst gewählten Grenzen aber ist das oft mit Liebe pointilliert. Das Hin und Her zwischen Jakob und Wanda ist so genau beobachtet wie das Verhältnis zur Schwester, für die, im auf den zweiten Blick ebenfalls romantischen Subplot, gleichfalls, und zwar aus eher unvermuteter Ecke, Hoffnung auftaucht. Kaum etwas wird hier auf komische Pointen hin erzählt, die ergeben sich nebenbei, nie auf Kosten der Figur. Ein netter Film, der hie und da eine Ahnung davon vermittelt, dass er ein bisschen mehr als eine gut beobachtete Liebesgeschichte hätte werden können.

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