6/11/2004

"The Punisher": kurz und klein

Filmfilter-Mitarbeiter Thomas Groh schreibt bei telepolis über die absurden Kürzungsmaßnahmen der FSK an der Comic-Verfilmung "The Punisher":

Nach der ebenfalls ärgerlichen Kürzung von Troja besitzt der Fall "Punisher" eine neue Qualität: Handelte es sich bei der Kürzung von Petersens recht freier Ilias-Adaption noch um eine marktstrategische Überlegung des Filmverleihs - ab 12 freigegebene Filme sprechen naturgemäß einen größeren Markt an als Filme ab 16 -, wurde hier der Columbia seitens der FSK förmlich die Pistole auf die Brust gesetzt: Ohne Schnitt keine Kinoauswertung. Das Nachsehen hat der dergestalt bevormundet mündige Filmfreund im Kino, bzw. infolge einer sich im Internet zusehends formierenden Boykottbewegung der einzelne Kinobesitzer.

Im Filmtagebuch rezensiert er ausführlich ein Edgar-Wallace-Kompendium.

1 Comments:

Thomas Groh said...

Wobei ich bei erneuter Lektüre ja schon anmerken muss, dass das zum Teil mit ein paar Körnchen Salz zuviel geschrieben ist: Die FSK selbst kann einen Film ja gar nicht kürzen, wenn einem Film aber die Plakette "keine Jugendfreigabe" (früher: ab 18) verwehrt wird, entspricht dies eben einer impliziten Kürzungsmaßnahme, da einen Film ungeprüft ins Kino zu bringen ein ungeheures Risiko darstellt. Das nur kurz zur Relativierung, da habe ich beim Schreiben - das Wissen des Lesers um die Arbeit der FSK vorausgesetzt - etwas viel auf die Pauke gehauen (was dem Ärgernis an sich natürlich keinen Abbruch tut).

8:42 AM  

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